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junior sieg 2021 MIV

Exkursion 4ABC und 2HAS nach Mauthausen

Am 12.10.2021 unternahmen die vierten Jahrgänge mit Mag. Daniela Führer, Mag.  Angelika Kettner und Mag. Thomas Pfleger, sowie die zweite HAS in Begleitung von Mag. Thomas Hübler eine Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Bei herbstlich-trübem Wetter, das die beklemmende Atmosphäre auf dem Gelände dieser ehemaligen Stätte des Grauens noch unterstrich, erfuhren die Schülerinnen und Schüler, was die aus unterschiedlichen Gründen dort gefangen gehaltenen und völlig ihrer Würde beraubten Menschen in diesem Lager erwartete.

Dass das nationalsozialistische Unrechtsregime Menschen unter anderem aufgrund ihrer Herkunft oder Religion verfolgte und massenhaft tötete, war den Schülerinnen und Schülern vom Geschichtsunterricht her zwar schon bewusst, aber so einen Ort selbst zu besuchen, ist doch besonders lehrreich. Viele erschütternde Einzelheiten waren überraschend und kaum zu begreifen. Wir erfuhren unter anderem, dass etwa die SS-Mannschaften in ihrer Freizeit auf dem Lagergelände Fußball spielten und dabei gegen teils heute noch bestehende Fußballclubs antraten, und das auch noch vor Zuschauern aus der Bevölkerung Mauthausens und der umliegenden Orte. Dass der Löschteich den Wachmannschaften möglicherweise als Schwimmbad diente, war für viele ebenfalls ein schockierender Aspekt. Es stellten sich im Anschluss viele Fragen wie diejenige, was die Menschen aus der näheren Umgebung des Lagers damals gewusst haben, warum kaum jemand etwas zu sagen wagte usw., die in der nicht wirklich zu beantwortenden Frage an sich selbst mündeten: „Wie hätte ich mich damals verhalten?“

Die Schülerinnen und Schüler, die – wie überall in Österreich – teils aus anderen Ländern stammen, interessierten sich auch sehr für die Denkmäler, welche Regierungen aus ganz Europa und darüber hinaus haben aufstellen lassen, um an ihre im Lager Mauthausen getöteten Bürger zu erinnern. Was man für unsere Zeit aus der Geschichte des Lagers lernen kann, ist, dass sich so etwas nicht wiederholen darf und gegenseitige Toleranz unabdingbar für ein gedeihliches Zusammenleben in Österreich ist.