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Paul Kabas gewinnt einen österreichweiten Diplomarbeitswettbewerb

Paul Kabas siegt beim Wettbewerb für wirtschaftsorientierte Diplomarbeiten an der FH Steyr. Überraschend dabei ist der aktuelle soziale Bezug der von ihm bearbeiteten Thematik.

Das Problem ist mittlerweile ins kollektive Bewusstsein gerückt: eine zunehmend älter werdende Bevölkerung bedeutet eine Reihe von Herausforderungen für die Gesellschaft, nicht zuletzt im Bereich der Pflege. Da die Plätze in den Betreuungsreinrichtungen begrenzt sind, verbleibt hier viel Verantwortung bei Familienangehörigen.

Ohne professionelle Hilfe ist diese informelle Pflege jedoch kaum zu schaffen. Paul Kabas hat in den letzten beiden Jahren ehrenamtlich auf einer Demenzstation in Lassing mitgearbeitet. Die dort gemachten Erfahrungen haben ihn motiviert, sich in seiner Diplomarbeit mit dem gesellschaftlichen Wert der mobilen Demenzberatung „Lebenslinien“ zu beschäftigen. Beim Diplomarbeiten Wettbewerb zu Wirtschaftsthemen der FH Steyr wurde diese Arbeit kürzlich mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Dies war insofern überraschend, als sich somit eine Arbeit mit einem sozialen Thema gegen primär wirtschaftsorientierte Beiträge durchsetzen konnte. Die Jury zeigte sich in ihrer Begründung von der Art und Weise begeistert, wie der 19-Jährige sein soziales Engagement mit wirtschaftlichen Überlegungen kombinierte.

„Vor allem in der Politik, stoßen Projekte wie „Lebenslinien“ auf Kritik. Dabei herrschen oft altmodische Denkweisen und rein finanzwirtschaftliche Bewertungen vor“, kritisiert der Weißenbacher. Durch Hausbesuche, Informationsveranstaltungen und Vorträge unterstützt "Lebenslinien" Demenzkranke und deren Angehörige auf verschiedenartige Weise.

In seiner Arbeit konnte Paul nachweisen, dass jeder im Jahr 2020 in dieses Projekt investierte Euro einem gesellschaftlichen Gegenwert von 2,26 EUR entspricht. Dazu wurde der „Social Return on Investment”-Ansatz herangezogen. Dabei wird davon ausgegangen, dass soziale Projekte und Maßnahmen einen gesellschaftlichen Mehrwert erzeugen. Diesen versucht man in vergleichbare Geldwerte zu messen und dann in monetarisierter Form darzustellen.

„Meine Diplomarbeit soll als Weckruf dienen, für all jene, die sich den großen sozialen und kulturellen Herausforderungen durch die Demenz noch nicht bewusst sind. Wir sollten unser Dasein über den Lebenswert definieren und offen sein für das was der Mensch ist“, fasst er seine Motivation und Absicht zusammen.