HAK Moments

IMG-20190117-WA
P
K800 20180627
IMG
B6A
IMG
IMG-
file
d
IMG
Bild
ss

Exkursion nach Brüssel

Ein besonderes Projekt im Rahmen der Europa-HAK führte 20 Schülerinnen und Schüler der vierten Jahrgänge vom 21. bis 24. Jänner 2020 ins Zentrum der EU.  Sie wurden von den Professoren OStR Simon Pichlmayer  und Mag. Thomas Hübler begleitet. Dort stand nach einer etwa 13-stündigen Busfahrt zunächst das Steiermark-Büro auf dem Programm. Es mag für einige überraschend klingen, aber nicht nur die Steiermark, sondern auch die meisten anderen österreichischen Bundesländer (mit Ausnahme Vorarlbergs) und sogar Regionen aus Nicht-EU-Ländern wie Norwegen und der Schweiz unterhalten entsprechende Niederlassungen in Brüssel, um dort die spezifischen Interessen der Regionen zu vertreten.

Als Beispiel wurde unter anderem genannt, dass ein steirisches Unternehmen, welches im Baskenland tätig werden wolle, sich an das Steiermark-Büro wenden könne. Eine der Mitarbeiterinnen kommt auch aus dem Bezirk Liezen, nämlich aus Selzthal. Die Schüler waren sehr interessiert und beteiligten sich rege an Diskussionen zu Themen von der Luftverschmutzung, über den öffentlichen Verkehr bis hin zur berühmt-berüchtigten Gurkenkrümmung, die aufgrund von Forderungen des Handels geregelt wurde. In diesen Bereichen gibt die EU nur Rahmenbedingungen vor. Die Umsetzung obliegt den einzelnen Staaten und Regionen.

Am Donnerstag besuchten die Schülerinnen und Schüler das Europaparlament. Dort wurde in einem Vortrag auf eine Besonderheit der EU eingegangen, den Umgang mit den vielen Sprachen. Jeder Parlamentarier hat ja das Recht, in der eigenen Sprache zu sprechen. Das kann insbesondere bei Ausfällen der wenigen Dolmetscher für kleinere Sprachen wie Maltesisch zu Schwierigkeiten führen, die mit Hilfe einer so genannten Retoursprache gelöst werden. Jemand übersetzt z. B. Maltesisch in die Retoursprache Englisch und von dort wird in die anderen Sprachen übersetzt. Ansonsten übersetzt man normalerweise in die eigene Muttersprache. Besonders beeindruckend war, dass jeder Dolmetscher vier bis acht Sprachen spricht. Da es auch unter den Schülern und Schülerinnen einige gibt, die mehrere Sprachen gut sprechen, rechnete sich der eine oder die andere auch schon entsprechende Zukunftschancen im EU-Parlament aus.

Danach wurden die Jugendlichen in Workshops zu den Themen Digitalisierung, Klimawandel und Bildung selbst aktiv. Dabei war die Arbeitssprache Englisch, da sich außer der HAK Liezen noch Schulen aus Ungarn und Lettland beteiligten und darauf Wert gelegt wurde, dass die Gruppen sich jeweils aus Schülerinnen und Schülern aller drei EU-Länder zusammensetzten.   Es ging beispielsweise darum, in teils sehr unterhaltsamer Form Falschmeldungen und Gerüchte als solche zu entlarven. Die Schüler präsentierten ihre Ergebnisse jeweils den anderen Teilnehmern.

Danach bliebt natürlich noch Zeit, die Stadt Brüssel, ihre Sehenswürdigkeiten und typische Speisen wie belgische Waffeln, Schokolade oder auch Pommes Frites mit Muscheln kennen zu lernen.

Mag. Thomas Hübler