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Ingeborg Crailsheim und Anna Böhm
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Vereinbarung zwischen Schülern/Schülerinnen, Eltern und Lehrern/Lehrerinnen

Einleitung

Nach den verfassungsmäßigen und rechtlichen Grundsätzen hat die österreichische Schule die Aufgabe, an der Entwicklung der Anlagen der Jugend durch einen entsprechenden Unterricht mitzuwirken und die Jugend mit dem für das Leben und den künftigen Beruf erforderlichen Wissen und Können auszustatten.

Bei einer Ausbildung an einer Handelsakademie oder Handelsschule stehen im Sinne der Bildungs- und Lehraufgabe beispielsweise folgende Kriterien im Vordergrund:

Anwendbarkeit in der beruflichen Praxis, Aktualität, Erziehung zu Humanität und Toleranz, Beitrag zur Ausbildung des Schüler/Schülerinnens zum künftigen Arbeitnehmer bzw. Unternehmer, Vorbereitung auf die Arbeits- und Berufswelt. Dazu gehört auch entsprechendes Verhalten am Arbeitsplatz und das ist derzeit die Schule.

Lehrer/Lehrerinnen, Eltern und Schüler/Schülerinnen sind sich darüber einig, dass die Erreichung dieser Ziele nur auf einem gemeinsamen Weg erfolgen kann. Alle trifft die Verpflichtung, ihren Teil zur Erfüllung dieser Ziele beizutragen.

Bezüglich des Verhaltens in- und außerhalb der Schule sind die allgemein in den schulrechtlichen Vorschriften vorgesehenen Maßnahmen entsprechend der Verordnung des Bundesministers für Unterricht und Kunst vom 24. Juni 1974, BGBl. Nr.37, betreffend die Schulordnung in der geltenden Fassung, und dem Schulunterrichtsgesetz 1986 in der geltenden Fassung anzuwenden:

a) Dazu gehören folgende Erziehungsmittel:

Bei positivem Verhalten des Schüler/Schülerinnens:

  • Ermutigung
  • Anerkennung
  • Lob
  • Dank
  • Ausstellung von schuleigenen Zertifikaten bei besonders hervorzuhebenden Leistungen von Schülern/Schülerinnen im Sinne dieser Vereinbarung

Bei einem Fehlverhalten des Schüler/der Schülerin:

  • Aufforderung
  • Zurechtweisung
  • Erteilung von Aufträgen zur nachträglichen Erfüllung versäumter Pflichten;
  • beratendes bzw. belehrendes Gespräch mit dem Schüler/der Schülerin
  • beratendes bzw. belehrendes Gespräch mit dem Schüler/der Schülerin unter Beiziehung der Erziehungsberechtigten
  • Verwarnung


b) Des Weiteren ist gemäß § 43 Abs. 2 SchUG

die Beseitigung von durch den Schüler/Schülerinnen vorsätzlich herbeigeführten Beschädigungen oder Beschmutzungen der Schulliegenschaft und schulischer Einrichtungen verpflichtend gefordert.

c) Überdies können Maßnahmen zur Förderung der Schulqualität gemäß § 44 Abs. 1 SchUG gesetzt werde. Dies können sein:

Gespräche und Beratungen bzw. Fördermaßnahmen außerhalb der Unterrichtszeit zum Zweck der einvernehmlichen Konfliktlösung, Verbesserung der Verhaltenssituation, also gemeinsame Bemühungen zur Verbesserung des Schulklimas.

d) Gem. § 47 Abs. 2 können aus Gründen der Aufrechterhaltung der Ordnung an der Schule folgende Maßnahmen verhängt werden:

  • Versetzung in eine Parallelklasse
  • Androhung des Ausschlusses

e) Der § 49 SchUG ("Ausschluß eines Schülers") legt fest, unter welchen Umständen und wie die Suspendierung bzw. der Ausschluss eines Schülers/einer Schülerin durchzuführen ist.

Basierend auf diesen Vorgaben wird diese Vereinbarung abgeschlossen, die einige allgemeine und - beispielhaft aufgezählt - einige spezielle Grundlagen für das Zusammenleben in der Schule behandelt.

An diesem Dokument haben Schüler/Schülerinnen, Eltern und Lehrer/Lehrerinnen mitgearbeitet.

Es wird nochmals festgehalten, dass nicht alle, sondern nur einige wenige Situationen im Schulleben beispielhaft behandelt werden und es daher erwünscht ist, dass spezielle Vereinbarungen auch klassenbezogen abgeschlossen werden.

Hauptteil

Umgang miteinander

Wir wollen grundsätzlich hilfsbereit, verständnisvoll und höflich miteinander umgehen.

Dazu gehören z. B. gegenseitiges Grüßen, respektvoller Umgang sowie das Vermeiden von Beleidigungen und Beschimpfungen.

Wir Lehrer/Lehrerinnen wollen mit Schülern/Schülerinnen respektvoll und höflich umgehen, jede Herabsetzung bei Fehlern vermeiden und ihnen jede Hilfestellung bieten, die sie benötigen.

Wir Schüler/Schülerinnen wollen ebenfalls den Lehrern/Lehrerinnen mit Respekt und Höflichkeit begegnen und sie in ihrer Arbeit unterstützen.

Im Umgang mit anderen Schüler/Schülerinnen wollen wir Beleidigungen, Tätlichkeiten  und Herabsetzung anderer Schüler/Schülerinnen vermeiden und vielmehr in der Gemeinschaft der Klasse uns gegenseitig helfen und unterstützen.

Uns Schülern/Schülerinnen und Lehrern/Lehrerinnen ist weiters klar, dass selbstverständlich höfliche und respektvolle Behandlung auch dem nicht lehrenden Personal der Schule sowie schulfremden Personen zukommen muss.

Dies betrifft insbesondere den Bereich der Bibliothek und des Büffets, in dem die Klienten/Klientinnen der Lebenshilfe besondere Freundlichkeit, Höflichkeit und Aufmerksamkeit verdienen.

Uns Schüler/Schülerinnen trifft auch die Verantwortung, ein Nichtbeachten dieser Grundsätze der Höflichkeit durch Mitschüler/Mitschülerinnen nicht zu ignorieren, sondern dagegen aufzutreten.

Verhalten außerhalb der Schule

Uns ist bewusst, dass das Auftreten von Schülern/Schülerinnen und Lehrern/Lehrerinnen auch außerhalb der Schule, bei Schulveranstaltungen usw. wesentlich zum Erscheinungsbild der Schule nach außen hin beiträgt.

Den Schülern/Schülerinnen ist auch klar, dass auch das Verhalten auf dem Schulweg der Schule zugeordnet wird und deshalb ein entsprechendes positives Verhalten außerhalb des Schulgebäudes auch einen positiven Ruf der Schule nicht zuletzt bei zukünftigen Arbeitgebern aus der Wirtschaft bzw. Sponsoren nach sich zieht.

Auch hier haben wir Schüler/Schülerinnen neben den Lehrern/Lehrerinnen die Verantwortung, auf ein solches positives Verhalten zu achten.

Alkohol

Uns Schülern/Schülerinnen, Eltern und Lehrern/Lehrerinnen ist klar, dass der Genuss alkoholischer Getränke nach den Vorschriften des Schulrechtes untersagt ist.

Rauchverbot

Schülern/Schülerinnen, Eltern und Lehrern/Lehrerinnen ist klar, dass gleich wie der Genuss alkoholischer Getränke auch das Rauchen grundsätzlich in der Schule (natürlich auch auf den Toiletten), an sonstigen Unterrichtsorten, bei Schulveranstaltungen sowie schulbezogenen Veranstaltungen untersagt ist. Selbstverständlich ist die Schule, somit auch die Lehrer/Lehrerinnen, verpflichtet, jugendschutzrechtliche Vorschriften einzuhalten, weshalb Jugendlichen unter 16 das Rauchen nicht erlaubt ist.

Entsprechend den schulrechtlichen Vorschriften ist an unserer Schule das Rauchen im so genannten " Raucherhof " erlaubt.

Das Rauchen ist ausschließlich auf dem Raucherhof gestattet, der in einem einwandfreien Zustand ohne starke Verschmutzungen gehalten werden soll. Wir Schüler/Schülerinnen sind daher damit einverstanden, dass neben einer Kontrolle durch die Lehrer/Lehrerinnen auch wir Schüler/Schülerinnen Verantwortung für die Kontrolle und Einhaltung der Jugendschutzgesetze sowie die Nichtverschmutzung des Raucherhofes tragen.

Uns Schülern/Schülerinnen ist auch klar, dass bei Nichteinhaltung des Rauchverbotes bzw. Rauchen außerhalb des Raucherhofes bzw. Verschmutzung des Raucherhofes die oben bereits genannten Erziehungsmittel zur Anwendung kommen können und überdies wegen der herbeigeführten Beschädigungen oder Beschmutzungen diese nach den schulrechtlichen Vorschriften auch von Schülern/Schülerinnen zu beseitigen sind.

Allen Beteiligten ist auch klar, dass ein ständiges Missachten und Nichteinhalten dieser Regelungen die Zurücknahme der Erlaubnis des Rauchens auf dem Raucherhof nach sich ziehen kann.

Hausschuhe

Uns Schülern/Schülerinnen ist bewusst, dass durch das Tragen von Straßenschuhen im Schulgebäude eine unzumutbare Verschmutzung und damit eine erhebliche Kostenbelastung für die Schule entsteht, sodass im Schulgebäude von Schülern/Schülerinnen ausschließlich Hausschuhe zu tragen sind, wobei vereinbart wird, dass Turnschuhe keine Hausschuhe sind. Auch die Lehrer/Lehrerinnen sollen aus ihrer Vorbildfunktion heraus Hausschuhe tragen.

Pünktlichkeit

Schüler/Schülerinnen und Lehrer/Lehrerinnen sind sich darüber im Klaren, dass ein ordnungsgemäßer Unterricht nur bei Pünktlichkeit aller Beteiligten durchzuführen ist.

Wir versuchen daher, immer pünktlich zum Unterricht zu erscheinen bzw. dann, wenn eine Verspätung wegen eines wichtigen Grundes nicht zu umgehen ist, jedenfalls den Grund für die Verspätung anzugeben.

Ständiges Zuspätkommen ohne tatsächliche Begründung wird als Ausdruck mangelnder Höflichkeit und mangelnden Respekts gesehen.

Sorgsamer Umgang mit Schule und Inventar

Wir wollen alle ein sauberes Schulgebäude und funktionierende Einrichtungen und wissen daher, dass wir alle unseren Teil beizutragen haben. Schüler/Schülerinnen, Eltern, Lehrer/Lehrerinnen und Schulpersonal sind sich daher darüber einig, mit allen Einrichtungen der Schule sowie deren Inventar überaus sorgsam umzugehen.

Uns ist bewusst, dass die Kosten für den laufenden Schulbetrieb, für notwendige Reparaturen, aber auch für Neuanschaffungen zu Gunsten der Schule und der Schüler/Schülerinnen über das Schulbudget erfolgen.

Alle Ausgaben für Reparaturen, die vermieden werden können, entlasten das Schulbudget, was schlussendlich uns Schülern/Schülerinnen zugute kommt.

Insbesondere versuchen wir Beschädigungen des Schulgebäudes, der Klassenzimmer (Wände), der Sessel, der Garderobe usw. zu vermeiden.

Dies wird auch durch eine für Schuleinrichtung und Inventar möglichst schonende Klassenraumgestaltung erreicht. Die Gestaltung der Klasse kann gemeinsam mit dem Klassen- oder Jahrgangsvorstand erfolgen.

Uns Schülern/Schülerinnen ist klar, dass Klassenräume ein Spiegelbild der Klasse sind und über das normale Maß verschmutzte Klassen Mehrarbeit und Mehrkosten verursachen und daher eine solche Verschmutzung von uns vermieden wird.

Dazu gehören auch ordnungsgemäße Mülltrennung, Entsorgung der Flaschen, Wegwerfen allen Mülls und Entsorgung des Papiers, Bio-Mülls und des Verpackungsmaterials in den dafür vorgesehenen Behältern vor Unterrichtsschluss.

Allgemeines Verhalten


Wir wollen allgemein ein Verhalten an den Tag legen, das unserer Schule und damit auch uns nicht schadet. Wir identifizieren uns mit unserer Schule und wollen als Schulgemeinschaft positiv und mutig unseren Teil dazu beitragen, unsere Ziele zu erreichen, das ist insbesondere eine Ausbildung der Schüler/Schülerinnen zu modernen, gut ausgebildeten und sozial und wirtschaftlich erfolgreichen Menschen.

Schlussteil

Festgehalten wird, dass diese Vereinbarung unter Beachtung aller schulrechtlichen Bestimmungen in Zusammenarbeit von Schülern/Schülerinnen, Eltern und Lehrern/Lehrerinnen entstanden ist. Dieses Dokument ist als Hausordnung im Sinne der einschlägigen Vorschriften, insbesondere des § 44 Schulunterrichtsgesetz zu verstehen.

In Vertretung der Schüler/Schülerinnen, Eltern und Lehrer/Lehrerinnen wurde daher diese Vereinbarung durch den Schulgemeinschaftsausschuss am 9. 10. 2002 beschlossen und vom Landesschulrat inhaltlich und rechtlich geprüft .

Hervorgehoben wird noch einmal, dass klassenbezogene, möglicherweise detailliertere Vereinbarungen im Sinne von Schülern/Schülerinnen, Lehrern/Lehrerinnen und Eltern getroffen werden können.

Liezen, am 4. Dezember 2002

OStR Mag. Reinhard Stockinger

Der Direktor

in Vertretung der Schulgemeinschaft

Richtlinien zur entschuldigten/unentschuldigten Abwesenheit vom Unterricht

1. Bei vorher bekannter Abwesenheit (Fahrten mit Vereinen, Gemeinsames mit Eltern) ist rechtzeitig (mindestens 3 Tage vorher) ein Ansuchen an die Direktion zu stellen (Formulare sind im Sekretariat erhältlich, sie enthalten den Passus, dass das auf eigenes Risiko geschieht, was die schulischen Leistungen/Beurteilungen betrifft).

2. Ein gleiches Ansuchen ist auch zu richten, wenn ein Nachmittagsunterrichtsentfall bereits länger vorher bekannt ist.

3. Geplante Arztbesuche sind grundsätzlich NICHT in die Unterrichtszeit zu legen, sie sind auf die unterrichtsfreie Nachmittagszeit zu planen. Sollte das aus besonderen Umständen nicht möglich sein, ist ebenfalls ein begründetes Ansuchen an die Direktion zu richten.

4. Führerscheinkurse während der Schulzeit und Abwesenheit aus diesen Gründen sind ausnahmslos verboten. Eigene Führerscheinkursangebote gibt es in den letzten 14 Tagen des Schuljahrs.

5. Häufen sich die Abwesenheiten einzelner Schüler/innen ist ein aufklärendes Gespräch mit dem Schüler/der Schülerin zu führen; die Eltern sind auf jeden Fall (auch bei Eigenberechtigten) zu verständigen.

6. Durch Abwesenheit versäumter Unterrichtsstoff ist selbständig nachzuholen (Kopien von Mitschüler/innen, Schulbücher), ebenso Hausübungen, die versäumt wurden.

Bitte beachten Sie, dass häufige Abwesenheit vom Unterricht oft zu negativen Noten führt (Unterrichtsstoff fehlt, Nachlernen ist schwieriger); für Lehrer/innen ist es kaum möglich, auf jeweils unterschiedlich Abwesende Rücksicht zu nehmen.

Für die Lehrer/innen der BHAK/BHAS Liezen

der Direktor eh.