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Handyfasten

Freiwillig auf das Smartphone verzichten? Theoretisch für manche vielleicht kein Problem. 17 SchülerInnen und zwei Lehrer unserer Schule haben es ausprobiert und sich an der Aktion „Handyfasten“ beteiligt. „Den meisten Jugendlichen ist bewusst, dass sie zu viel Zeit am Smartphone verbringen“, meint Mag. Christoph Huber, der Initiator der Fastenaktion. Daher wollte der Religionslehrer den SchülerInnen die Gelegenheit bieten, für eine begrenzte Frist darauf zu verzichten und dadurch viel Zeit zu gewinnen.

Also wurden die Handys der TeilnehmerInnen in einem Schließfach der Raiffeisenfiliale Liezen hinterlegt um sicherzustellen, dass niemand in einem „schwachen Moment“ das Gerät doch wieder in Betrieb nehmen kann. Die meisten Jugendlichen entschieden sich für einen zweitägigen Verzicht, doch manchen war das zu wenig, und sie fasteten ganze vier Tage. Für den überwiegenden Teil der „Handyfaster“ stellten diese Zeit eine Herausforderung dar. Als größtes Problem erwies sich bei vielen überraschenderweise die fehlende Möglichkeit, sich über schulische Angelegenheiten wie z.B. Hausübungen und Lernstoff mit den KlassenkollegInnen auszutauschen.

Manche fanden natürlich auch den Verzicht auf die Nutzung der sozialen Medien schwierig. Dies erscheint nur logisch, wenn man bedenkt, dass auf einige beim Wiedereinschalten mehrere hundert ungelesene Nachrichten auf diversen Kanälen warteten. Die SchülerInnen waren beim Abholen erleichtert, als sie das Smartphone wieder in Händen hielten. „Der Entzug von sozialen Medien hat sich sehr positiv auf meine Konzentration und die Wahrnehmung der Umwelt ausgewirkt“, meinte aber ein Teilnehmer. Wahre Worte, die in gleichem Maße wohl auch auf erwachsene Handynutzer zutreffen würden. Danke an die Raiffeisenbank für die kostenlose Nutzung des Schließfachs!

Einige weitere Aussagen von TeilnehmerInnen:
Mein Handy hatte mich vom Lernen abgehalten, daher habe ich mich beteiligt. Es war nicht so schwer wie ich dachte. Ich würde es gerne wieder machen.

Für mich war das Handyfasten eine schwierige, aber spannende neue Erfahrung. Es war cool zum Ausprobieren, aber nochmal möchte ich es nicht tun.

Der erste Tag war ziemlich schwer und ich wusste nicht, was ich machen soll. Mir ging das Handy eigentlich nur für das Zeitvertreiben ab. Ich bin jetzt aber froh, dass ich es wiederhabe.

Ich fand, vor den vier Tagen Handyfasten war ich sehr oft am Handy und konnte mich nicht mehr aufs Lernen (zu Hause) konzentrieren. Ich hatte mir gedacht, es würde schwerer werden, aber es ist mir eigentlich sehr leicht gefallen. Wenn es nächstes Jahr wieder eine Möglichkeit zum Fasten gibt, bin ich gerne wieder dabei.

Es war ein sehr interessantes Selbstexperiment, weil man schauen konnte , wie es ist z.B. ohne Handywecker aufzuwachen:) Man ist zwar ein wenig von seinen sozialen Kontakten abgeschnitten, aber es geht in Ordnung. Ich kann sehr empfehlen mitzumachen.

Die ersten Stunden ohne mein Smartphone waren gewöhnungsbedürftig. Da war der ständige Reflex in die Hosentasche zu greifen, um meine Social Media Nachrichten anzusehen, obwohl ich wusste „mein Handy ist nicht bei mir“. Die Tage waren merkwürdig, dennoch würde ich wieder bei einem solchen Projekt teilnehmen.

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