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Auslandspraktikum von Anna Busch in München

Im Juli 2018 machte ich mich auf den Weg nach München, um dort mein Praktikum zu absolvieren. Obwohl ich in ein deutschsprachiges Land reiste, konnte ich viele neue Erfahrungen sammeln. Der Unterschied zwischen einer Millionenstadt und einem kleinen Dorf ist doch gewaltig. Am Freitag, den 29. Juni machte ich mich auf die mir schon bekannte Reise. Ab in den Bus, Umstieg in Salzburg und insgesamt 5 Stunden später war ich schon in München.

Dort wurde ich von einem Freund eingesammelt, bei dem ich für die nächsten Wochen unterkommen sollte. Seine Familie hieß mich herzlichst willkommen und ich lebte mich schnell bei ihnen ein. Am Montag begann auch schon mein Praktikum. Dieses absolvierte ich mit Hilfe des „Erasmus+ Programms“ in einer kleinen Buchhandlung am Stachus. Den ersten Tag verbrachte ich damit, das Gebäude, meine Aufgaben und Kolleginnen kennenzulernen, und bereits nach ein paar Tagen hatte ich mich eingearbeitet und fühlte mich unglaublich wohl. Mein absoluter Lieblingsteil dieses Praktikums war, dass mir keine typischen „Praktikantenaufgaben“ zugeteilt wurden, sondern ich voll in den Arbeitsprozess integriert wurde, wodurch ich mein Wissen und Können nutzen und erweitern konnte. Keine der Arbeiten fühlte sich sinnlos an und mir wurde großes Vertrauen entgegengebracht, wodurch die Arbeit auch viel mehr Spaß machte. Ich hatte das Gefühl, mit meinen Aufgaben effektiv etwas beitragen zu können, und es wurde nie langweilig.

Während meiner Zeit in der Buchhandlung „Lesetraum“, feierte diese ihr 15-jähriges Jubiläum. Im Rahmen dessen konnte ich an einer internen Feier teilnehmen und hatte die Möglichkeit, viele Gesichter des regionalen Buchhandels kennenzulernen. Am Ende meines Praktikums durfte ich sogar bei einem Verlagsvertretergespräch dabei sein, welches ich besonders interessant fand.
In meiner Freizeit hatte ich die Möglichkeit, viele alte Freunde zu treffen, und viele unserer Abende verbrachten wir an der Isar und genossen die Sonne. Ich war das erste Mal für eine lange Zeit in einer größeren Stadt und lernte dadurch auch viele neue Menschen kennen. Während meiner Zeit dort fand auch der jährliche CSD (Christopher Street Day) statt, was für uns eine Selbstverständlichkeit war, daran teilzunehmen. Wir hatten einen großartigen Tag mit vielen großartigen Menschen!

Den Rest meiner Zeit nutzte ich, um bei der Familie zu sein. Meine Host-Eltern sind unglaublich soziale Menschen und ich lernte auch viele ihrer Freunde kennen. Da sowohl die Familie als auch der Großteil ihres Bekanntenkreises Italiener sind, kam es, dass ich plötzlich nur noch italienisch verstand. Trotz meiner dürftigen Sprachkenntnisse konnte ich mich gut in Unterhaltungen einklinken und wir sprachen in einer Mischung aus Deutsch und Italienisch. Dadurch konnte ich, obwohl ich in einem deutschsprachigen Land mein Praktikum absolvierte, auch ein paar neue Sachen in einer anderen Sprache lernen.

Abschließend möchte ich meinen Dank aussprechen für diese großartige Möglichkeit eines Praktikums bei der Buchhandlung „Lesetraum“ und den Professorinnen Fuchs und Chavez-Diaz, die für die Organisation der „Erasmus+ Unterstützung“ verantwortlich waren. Ich hatte eine wundervolle Zeit in diesem Unternehmen und würde jederzeit wieder dort arbeiten wollen. Der Abschied fiel mir erstaunlich schwer, da ich meine Kolleginnen in dieser kurzen Zeit sehr ins Herz geschlossen habe.