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Vereinbarung zwischen Schülern, Eltern und Lehrern
Fassung 12.9.2018

Einleitung

Nach den verfassungsmäßigen und rechtlichen Grundsätzen hat die österreichische Schule die Aufgabe, an der Entwicklung der Anlagen der Jugend durch einen entsprechenden Unterricht mitzuwirken und die Jugend mit dem für das Leben und den künftigen Beruf erforderlichen Wissen und Können auszustatten. Deshalb sind öffentliche Schulen allgemein ohne Unterschied der Geburt, des Geschlechtes, der Rasse, des Standes, der Klasse, der Sprache und des Bekenntnisses zugänglich.

Darüber hinaus ist der Besuch öffentlicher Schulen grundsätzlich unentgeltlich. Die Handelsschule und die Handelsakademie vermitteln umfassende Allgemeinbildung und kaufmännische Bildung. Bei dieser Ausbildung stehen im Sinne der Bildungs- und Lehraufgabe beispielsweise folgende Kriterien im Vordergrund:
Anwendbarkeit in der beruflichen Praxis, Aktualität, Erziehung zu Humanität und Toleranz, Beitrag zur Ausbildung des Schülers zum künftigen Arbeitnehmer bzw. Unternehmer, Vorbereitung auf die Arbeits- und Berufswelt.

Lehrer, Eltern und Schüler sind sich darüber einig, dass die Erreichung dieser Ziele nur auf einem gemeinsamen Weg erfolgen kann. Alle trifft die Verpflichtung, ihren Teil an der Erfüllung dieser Ziele beizutragen. Aus diesen Gründen wird diese Vereinbarung abgeschlossen, die einige allgemeine und, beispielhaft aufgezählt, einige spezielle Grundlagen für das Zusammenleben in der Schule behandelt. An diesem Dokument haben Schüler, Eltern und Lehrer mitgearbeitet.

Es wird festgehalten, dass nicht alle, sondern nur einige wenige Situationen im Schulleben beispielhaft behandelt werden und ist daher erwünscht, dass spezielle Vereinbarungen beispielsweise klassenbezogen abgeschlossen werden. Bei Nichteinhaltung dieser Vereinbarung sind die allgemein in den schulrechtlichen Vorschriften vorgesehenen Erziehungsmittel  anzuwenden.

Nach der Schulordnung sind dies folgende Erziehungsmittel

Bei positivem Verhalten des Schülers:

  • Ermutigung
  • Anerkennung
  • Lob
  • Dank
  • Ausstellung von schuleigenen Zertifikaten bei besonders hervorzuhebenden Leistungen von Schülern im Sinne dieser Vereinbarung


Bei einem Fehlverhalten des Schülers:

  • Aufforderung
  • Zurechtweisung
  • Erteilung von Aufträgen zur nachträglichen Erfüllung versäumter Pflichten
  • Beratendes bzw. belehrendes Gespräch mit dem Schüler (unter Beiziehung der Erziehungsberechtigten)
  • Versetzung in eine Parallelklasse
  • Suspendierung und Androhung des Ausschlusses
  • Ausschluss

 

Hauptteil

Umgang miteinander

Wir wollen grundsätzlich hilfsbereit, verständnisvoll und höflich miteinander umgehen. Dazu gehört z. B. gegenseitiges Grüßen, respektvoller Umgang sowie das Vermeiden von Beleidigungen und Beschimpfungen.

Wir Lehrer wollen mit Schülern respektvoll und höflich umgehen, jede Herabsetzung bei Fehlern vermeiden und ihnen jede Hilfestellung bieten, die sie benötigen. Wir Schüler wollen ebenfalls den Lehrern mit Respekt und Höflichkeit begegnen und sie in ihrer Arbeit unterstützen. Im Umgang mit anderen Schülern wollen wir Beleidigungen, Tätlichkeiten  und Herabsetzung anderer Schüler vermeiden und vielmehr in der Gemeinschaft der Klasse uns gegenseitig helfen und unterstützen.

Uns Schülern und Lehrern ist weiters klar, dass selbstverständlich höfliche und respektvolle Behandlung auch dem nicht lehrenden Personal der Schule sowie schulfremden Personen zukommen muss. Dies betrifft insbesonders den Bereich der Bibliothek und des Buffets, in dem die Klienten der Lebenshilfe besondere Freundlichkeit, Höflichkeit und Aufmerksamkeit verdienen.

Verhalten außerhalb der Schule

Uns ist bewusst, dass das Auftreten von Schülern und Lehrern auch außerhalb der Schule und ihrer Einrichtungen bei Schulveranstaltungen usw. wesentlich zum Erscheinungsbild der Schule nach außen hin beiträgt. Den Schülern ist auch klar, dass auch das Verhalten auf dem Schulweg der Schule zugeordnet wird und deshalb ein entsprechendes positives Verhalten außerhalb des Schulgebäudes auch einen positiven Ruf der Schule nicht zuletzt bei zukünftigen Arbeitgebern aus der Wirtschaft bzw. Sponsoren nach sich zieht.

Alkohol

Uns Schülern, Eltern und Lehrern ist klar, dass der Genuss alkoholischer Getränke nach den Vorschriften des Schulrechtes streng untersagt ist.

Rauchverbot

Schülern, Eltern und Lehrern ist klar, dass in der Schule ein zwingendes Rauchverbot ohne Ausnahmen für alle Personen, die sich im Schulgebäude bzw. der Schulliegenschaft aufhalten, besteht. Das Rauchverbot gilt für das gesamte Schulgebäude inkl. Nebengebäuden sowie die gesamte Schulliegenschaft. Ein Rauchverbot besteht für SchülerInnen während des Unterrichts, bei Schulveranstaltungen oder schulbezogenen Veranstaltungen und auch bei Abhaltung des Unterrichts oder der Veranstaltung im Freien.

Hausschuhe

Uns Schülern ist bewusst, dass durch das Tragen von Straßenschuhen im Schulgebäude eine unzumutbare Verschmutzung und damit eine erhebliche Kostenbelastung für die Schule entsteht, sodass im Schulgebäude von Schülern und Lehrern (Wunsch Schüler und Eltern) ausschließlich Hausschuhe zu tragen sind, wobei vereinbart wird, dass Turnschuhe keine Hausschuhe sind.

Pünktlichkeit

Schüler und Lehrer sind sich darüber im Klaren, dass ein ordnungsgemäßer Unterricht nur bei Pünktlichkeit aller Beteiligten durchzuführen ist. Wir versuchen daher, immer pünktlich zum Unterricht zu erscheinen bzw. dann, wenn eine Verspätung wegen eines wichtigen Grundes nicht zu umgehen ist, jedenfalls den Grund für die Verspätung anzugeben. Ständiges Zuspätkommen ohne tatsächliche Begründung wird als Frage von mangelnder Höflichkeit und Respekt gesehen.

Sorgsamer Umgang mit Schule und Inventar

Wir wollen alle ein sauberes Schulgebäude und funktionierende Einrichtungen und wissen daher, dass wir alle unseren Teil beizutragen haben. Schüler, Eltern, Lehrer und Schulpersonal sind daher darin einig, mit allen Einrichtungen der Schule sowie deren Inventar überaus sorgsam umzugehen. Uns ist bewusst, dass der laufende Schulbetrieb, notwendige Reparaturen, aber auch Neuanschaffungen zu Gunsten der Schule und vor allem der Schüler über das Schulbudget erfolgen. Alle Ausgaben für Reparaturen, die vermieden werden können, entlasten das Schulbudget und kommt dies schlussendlich uns Schülern zugute.

Insbesonders versuchen wir Beschädigungen des Schulgebäudes, der Klassenzimmer (Wände), der Sessel, der Garderobe usw. zu vermeiden. Dies wird auch durch eine für Schuleinrichtung und Inventar möglichst schonende Klassenraumgestaltung erreicht. Uns Schülern ist klar, dass Klassenräume ein Spiegelbild der Klasse sind und über das normale Maß verschmutzte Klassen Mehrarbeit und Mehrkosten verursachen und daher eine solche Verschmutzung von uns vermieden wird. Dazu gehören auch ordnungsgemäße Mülltrennung, Entsorgung der Flaschen, Wegwerfen allen Mülls und Entsorgung des Papiers in den dafür vorgesehenen Behälter vor Unterrichtsschluss.

Wir Schüler und Lehrer verbringen in der Schule einen großen Teil unserer Zeit und wollen wir diese in einem möglichst sauberen Zustand halten, um uns auf unsere eigentliche Arbeit konzentrieren zu können. Wir wollen fahrlässige Beschädigungen melden, damit nicht das Schulbudget zu unserem Nachteil belastet wird, da meistens Versicherungen bestehen.

Allgemeines Verhalten

Wir wollen allgemein ein Verhalten an den Tag legen, das unserer Schule und damit auch uns nicht schadet. Wir identifizieren uns mit unserer Schule und wollen positiv und mutig jeder unseren Teil beitragen, unsere Ausbildung zu modernen, gut ausgebildeten und sozial und wirtschaftlich erfolgreichen Menschen zu ermöglichen.

 

Schlussteil

Festgehalten wird, dass dieses Dokument in Zusammenarbeit von Schülern, Eltern und Lehrern entstanden ist und als Hausordnung im Sinne der einschlägigen Vorschriften gilt.

In Vertretung der Schüler, Eltern und Lehrer ist daher diese Vereinbarung durch den Schulgemeinschaftsausschuss zu beschließen, im Anschluss daran an den Landesschulrat weiterzuleiten, der eine inhaltliche und rechtliche Prüfung vorzunehmen hat.

Hervorgehoben wird noch einmal, dass klassenbezogene möglicherweise detailliertere Vereinbarungen im Sinne von Schülern, Lehrern und Eltern sind.

 

Richtlinien zur entschuldigten/unentschuldigten Abwesenheit vom Unterricht

1. Bei vorher bekannter Abwesenheit (Fahrten mit Vereinen, Gemeinsames mit Eltern) ist rechtzeitig (mindestens 3 Tage vorher) ein Ansuchen an die Direktion zu stellen (Formulare sind im Sekretariat erhältlich, sie enthalten den Passus, dass das auf eigenes Risiko geschieht, was die schulischen Leistungen/Beurteilungen betrifft).

2. Ein gleiches Ansuchen ist auch zu richten, wenn ein Nachmittagsunterrichtsentfall bereits länger vorher bekannt ist.

3. Geplante Arztbesuche sind grundsätzlich NICHT in die Unterrichtszeit zu legen, sie sind auf die unterrichtsfreie Nachmittagszeit zu planen. Sollte das aus besonderen Umständen nicht möglich sein, ist ebenfalls ein begründetes Ansuchen an die Direktion zu richten.

4. Führerscheinkurse während der Schulzeit und Abwesenheit aus diesen Gründen sind ausnahmslos verboten. Eigene Führerscheinkursangebote gibt es in den letzten 14 Tagen des Schuljahrs.

5. Häufen sich die Abwesenheiten einzelner Schüler/innen ist ein aufklärendes Gespräch mit dem Schüler/der Schülerin zu führen; die Eltern sind auf jeden Fall (auch bei Eigenberechtigten) zu verständigen.

6. Durch Abwesenheit versäumter Unterrichtsstoff ist selbständig nachzuholen (Kopien von Mitschüler/innen, Schulbücher), ebenso Hausübungen, die versäumt wurden.

Bitte beachten Sie, dass häufige Abwesenheit vom Unterricht oft zu negativen Noten führt (Unterrichtsstoff fehlt, Nachlernen ist schwieriger); für Lehrer/innen ist es kaum möglich, auf jeweils unterschiedlich Abwesende Rücksicht zu nehmen.

Für die Lehrer/innen der BHAK/BHAS Liezen

der Direktor eh.